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Hallo, Ihr Lieben.
Die nächste Premiere steht ins Haus.
Am 27.11.2015 spiele ich im Doppelabend “Prinz Friedrich von Homburg/Draussen vor der Tür” die Kurfürstin und die Elbe. Das ist das erste Mal, dass ich einen Fluss spielen darf, eine sehr schöne Aufgabe, muss ich sagen – let it flow.

Am 28.11.2015 gibt es im Foyer des Meininger Theaters ein Benefiz-Konzert “So oder so ist das Leben“.

Ich und das Damensalonorchester Bonbonniere,siehe oberes Bild, unterstützen damit die Arbeit des Frauenhauses – also, kommet und Scharen und lasset den Rubel rollen.

Meine nächste Herausforderung ist dann die musikalische Produktion “Evergreens” , Premiere am 15.01.2016, unter der Regie von Matthias Straub, musikalische Leitung Rudolf Hild und Choreografisch arbeite ich das erste Mal mit Julia Grunewald zusammen.

Also, es wird getanzt und gesungen – und, soviel sei verraten :
We`re gonna celebrate and have a good time.



- IPHIGENIE PREISGEKRÖNT !! -

HURRA ! ” IPHIGENIE AUF TAURIS ” IN DER REGIE VON MURAT YEGINER IST IN MEININGEN ZUR INSZENIERUNG DES JAHRES GEWÄHLT WORDEN !!

Mit der Iphigenie hat Yeginer zum ersten Mal in Meiningen gearbeitet. Die Inszenierung von Goethes “Iphigenie” besticht durch hohe Konzentration auf den Kern dieser Geschichte um Verstrickung in ein scheinbar aussichtsloses Schicksal und den Sieg der Humanität, der durch Verzicht errungen werden muss. Yeginer schafft diese Konzentration durch eine geschickte Kürzung des Textes, die eine Aufführung ohne Pause ermöglicht. Eine hervorragende Personenführung bewirkt, dass der Zuschauer geradezu atemlos der Handlung folgt, nicht als bloß bildungsbürgerliches Konsumieren eines Werkes der Hochkultur sondern als Stück, dass zeitlos ist und uns heute viel zu sagen hat. Dabei steht immer das Wort im Mittelpunkt, alles ist auf den Kern der Aussage hin angelegt. Kongenial unterstützt wird dieses Konzept durch Helge Ullmanns Bühnenbild von großer Aussagekraft, dennoch ohne Ablenken, ein Bild, dass den Zuschauer nicht unbewegt lässt. Hervorragende Schauspielerleistungen mit Anja Lenßen und Michael Jeske an der Spitze, machen diese “Inszenierung des Jahres” zu einem großartigen Theaterabend.

“Iphigenie”  wird ab 17.11.2012 auch in Eisenach gespielt, seit dieser Spilezeit mit Vivian Frey als Arkas.

Seit 12.10.2012 spielen wir nun auf der grossen Bühne Ibsens:

ACHTUNG – ACHTUNG

“Ein Volksfeind” in der Regie von Lars Wernecke, Bühne : Helge Ullmann , Kostüme : Annette Mey .

Ich bin in der Rolle der Katharina Stockmann zu sehen und ein bißchen Akkordeon spiele ich auch.

Mir hat diese Produktion vor allem wegen Lars Wernecke grossen Spass gemacht – und ich konnte mir, während ich die Herren bedient habe, den ein oder anderen Gedanken zum Thema Emanzipation machen.

Als nächstes werden mich die Wagners beschäftigen in einer Uraufführung

“WAHNFRIED – BILDER EINER EHE”
von Reinhard Baumgart, Premiere am 11.01.2013, Regie führt Jan Steinbach ich werde die Rolle der Judith Gautier spielen.


Aber hier nun noch die versprochene Kritik zum Volksfeind.

Ibsen: Ein Volksfeind, Südthür. Staatstheater Meiningen von Dr. Eckhard Ulrich

„Mit Ibsen beginnt die Geschichte des Dramas von neuem. Allein das macht ihn schon zum bedeutendsten Bühnenschriftsteller nach Shakespeare und Racine.“ Klarer als George Steiner es 1961 in „Death of Tragedy“ formulierte, lässt sich das kaum sagen. Und dennoch hat es gerade bei „Ein Volksfeind“ aus dem Jahr 1882 immer Versuche gegeben, dem Stück Antiquiertheit nachzusagen. Das sah Herbert Ihering zu Beginn der Zwanziger so, das hat sich in den Fünfzigern wiederholt. Und heute sind wir mit der bei genauem Hinsehen gar nicht so überraschenden Tatsache konfrontiert, dass Ibsen wieder auf allen (deutschsprachigen) Bühnen auffällig präsent ist. Das Jahr seines hundertsten Todestages 2006 hat sicher letzten Anstoß dazu gegeben und nun sind beinahe wellenartige Wiederentdeckungsbewegungen zu registrieren. Erst spielen alle „John Gabriel Borkman“, jetzt eben „Ein Volksfeind“.

Meiningen kann also keinen Originalitätspreis für die Stückwahl beanspruchen.
Wer den Text als „erstaunlich aktuell“ liest, muss sich zuerst fragen lassen, was an solcher Aktualität denn erstaunlich sei. War der Autor so vorausschauend oder hat sich in den 130 Jahren seit der Premiere so wenig substantiell geändert in der Welt, in der wir leben und erleben? Ich bekenne mich zur Fraktion derer, die das Vorausschaupotential auch großer Autoren für überschätzt halten. Am Kapitalismus hat sich tatsächlich nichts im Kern verändert. Selbst die Entwicklungen, die heute mit dem Etikett Globalisierung beklebt sind, haben die Herren Marx und Engels durchaus schon im Blickfeld gehabt.

Ibsen erzählt sehr viel weniger vom Kurbad, vom durch Gerbereien versauten Grundwasser, von falsch verlegten Wasserleitungen als von Doktor Stockmann. Den spielt Ingo Brosch in Meiningen vollkommen zu Recht nicht als Mann, mit dem man sich identifizieren kann. Dieser Badearzt hat wie alle anderen Männer im Stück (die beiden Frauen erst einmal ausdrücklich ausgenommen) private Interessen, die all sein Handeln bestimmen, und zwar auch und vor allem dort und dann, wo er sich dessen nicht bewusst ist. Er verrät sich wie alle anderen Männer auch.

Die Regie ( Lars Wernecke) hat die Rollen durchweg so spielen lassen, dass sie im Nebeneffekt jeweils Selbstentlarvung betreiben.
Es gab an bezeichnenden Stellen Lacher. Es gab an bezeichnenden Stellen die Lacher gerade nicht. Als Harald Schröpfer in seiner Rolle als Redakteur Hovstadt sagte: „Wir Zeitungsfritzen taugen nicht viel, meine Liebe“, lachte niemand, später, als er über lokalen Medien meditierte, lachten etliche. Ibsen hat seine Figuren alle, nicht nur den seltsamen Helden Stockmann, so charakterisiert, dass ihnen fast ohne Übergang Zustimmung gegeben oder Ablehnung bis Verachtung gewidmet werden kann oder muss. Wer eben sympathisch erschien, ist plötzlich ein knallharter Egoist. Wer eben liberale Gesinnung erkennen ließ, ist plötzlich engstirnig und ohne Rückgrat.

Und die beiden Frauen? Anja Lenßen als Katharina Stockmann, Anne Rieckhof als Tochter Petra Stockmann? Ihnen will am ehesten reine Sympathie zufliegen. Doch das setzt voraus, von der phasenweise fast überdrehten Servilität der Gattin und von dem fast zu infantilen Idealismus der Tochter abzusehen. Bei Anja Lenßen habe ich das nuancenreichste Spiel des Abends gesehen, weil die Rolle das einmal hergibt, weil ihr Facettengehalt aber auch erkannt wurde. Und weil sie es kann.

Der „Volksfeind“ Doktor Stockmann, den Ingo Brosch vor allem nach der Pause so vorführte, dass einem Angst und Bange werden konnte, geht am Ende in einen Ibsen-typischen offenen Schluss. Seine sich bis in Ausrottungsphantasien steigernde Selbstüberhebung macht ihn zum Typus, der in der Realität schon „Öko-Faschist“ genannt wurde.
Privat steht Doktor Stockmann nicht nur nahe bei Nietzsche, er könnte auch ein Leser von Kleists Briefen an Wilhelmine von Zenge gewesen sein.

Er behandelt seine Gattin (Anja Lenßen) fast nach Kleist-Drehbuch und sie hat ihre Stärken eben darin, die aufgedrungene Rolle anzunehmen, eigeninitiatv zu interpretieren und sie ebenso auch zu konterkarieren. Das macht sie mit all ihrer Schwäche zur starken Figur (und gut gespielten Rolle). In dieser scheinliberalen Familie verlassen die Frauen wortlos auf Befehl des Familienoberhauptes den Raum, sie kommen, wenn der Gatte und Vater ruft, sofort und widerspruchslos. Die starre Statue Gattin verwandelt sich umgehend in die muntere und unterhaltsame Gastgeberin, wenn das verlangt ist und sie hält im entscheidenden Moment auch vorbehaltlos zu ihrem der Hybris verfallenen Badearzt, der sich bis dahin versteigt, Jesu Worte am Kreuz als seine zu wiederholen.
Die scheinbar aristokratischen, scheinbar volksfeindlichen Thesen von der dummen Mehrheit, die Doktor Stockmann bis zum Creszendo gesteigert vortrug, irritierten. Das war vielleicht die nützlichste Wirkung des Abends, der viel, wenn auch keinen stürmischen Beifall erhielt.



Hallo Welt!

Seit 12.10.2012 spielen wir nun auf der grossen Bühne Ibsens:

“Ein Volksfeind” in der Regie von Lars Wernecke, Bühne : Helge Ullmann , Kostüme : Annette Mey .

Ich bin in der Rolle der Katharina Stockmann zu sehen und ein bißchen Akkordeon spiele ich auch.

Mir hat diese Produktion vor allem wegen Lars Wernecke grossen Spass gemacht – und ich konnte mir, während ich die Herren bedient habe, den ein oder anderen Gedanken zum Thema Emanzipation machen.

Ich habe bei auch noch eine Kritik parat.

Bin gespannt auf Rückmeldungen, wie Euch der Abend gefällt !

Schaut doch auch einfach mal bei : www.das-meininger-theater.de